Gemeinde Felm
-Der Bürgermeister-

Ansprache von Bürgermeister Walter Selle auf der Adventsfeier der Gemeinde und des DRK Felm
 am 09.12.2007 in „Dibberns Gasthof“ in Osdorf

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Zu unserer heutigen gemeinsamen Adventsfeier der Gemeinde Felm und des DRK-Ortsvereins Felm möchte ich Sie alle recht herzlich begrüßen! Erstmals begrüßen darf ich heute unter uns unsere ehemalige langjährige Schulleiterin, Frau Christine Strüfing! Frau Strüfing wurde von Herrn Suhr und von mir als Ruheständlerin persönlich eingeladen. Auch wenn sie nicht in Felm wohnt, so war sie doch 20 Jahre unter uns in Felm tätig und gehört irgendwie zu uns. Herzlich willkommen Frau Strüfing! Gleichzeitig möchte ich Ihnen zu dieser Feier herzliche Grüße von Ihrer Felmer Gemeindevertretung übermitteln!  Besonders begrüßen möchte ich heute wieder die Mitglieder unseres DRK’s mit ihrer Vorsitzenden Frau Katharina Hain! Dem DRK und ihren fleißigen Helferinnen gilt ein besonderer Dank für die Organisation und Ausgestaltung des heutigen Nachmittags!“ Zudem begrüße ich unter uns Herrn Pastor Sievers in Vertretung für unsere Frau Pastorin Susanne Jensen. Sie ist noch nicht ganz gesund, aber wir grüßen sie von hier recht herzlich und wünschen ihr weiterhin gute Genesung! Damit möchte ich zunächst aus organisatorischen Gründen schließen. Zu meiner von Ihnen gewohnten Jahresbilanz mit Ausblick werde ich später noch mal das Wort ergreifen.

(Pause)

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Nun, wie gewohnt einen kleinen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr 2007 in unserer Gemeinde. 2007 war ein gutes Jahr. Die Konjunktur brummte, die Arbeitslosigkeit ging zurück, die Steuereinnahmen steigen wieder. Wir fragen uns, sind die 7 mageren Jahre vorbei? Es scheint so. Über den Gemeindehaushalt werden wir erst gegen Ende Januar 2008 beraten und beschließen. 

Die Zahlen (Steuereinnahmen) sehen ganz gut aus. Die Gemeinde ist schuldenfrei, außer langfristigen Schulden aus dem Bau der Ortsentwässerung.  Spare in der Zeit, dann hast du in der Not! Ein besonderes Ereignis im Jahre 2007 war die Verabschiedung unserer langjährigen Schulleiterin, Frau Strüfing, am 12. Juli 2007, durch den Schulrat, Herrn Kaack, die Gemeinde, Lehrer und Eltern.

Infolge von Änderungen im Schulgesetz verbunden mit sinkenden Schülerzahlen, gab es für Frau Strüfing keine Nachfolge. Somit verlor unsere Grundschule leider auch ihre bisherige Eigenständigkeit.  Trotzdem ist es uns gelungen, langfristig den Erhalt unserer Grundschule in einer anderen Organisationsform zu sichern. Dieses soll nun durch einen Anschluss unserer Schule als Tochterschule an den Grundschulverband Osdorf-Noer erfolgen. Ein endgültiger Vertrag ist hier noch abzuschließen, wobei die Gemeinde bestrebt ist, soviel Kooperation wie nötig, aber soviel Eigenständigkeit für unsere Schule wie möglich!

Erste praktische Folgen gab es bereits, indem für Felm nunmehr als Schulleiterin Frau Rektorin Heinig-Laabs aus Osdorf zuständig ist, als Stellvertreterin in Felm, Frau Dorothea Larsen. Inzwischen hat uns der Schulrat, weiterhin den Bestand der Grundschule in Felm trotz sinkender Schülerzahlen zugesichert. Praktisch bedeutet das, alle Kinder die in Felm eingeschult werden gehen hier auch vier Jahre zur Schule!

Unbeschadet davon müssen wir uns auf eine weitere Änderung in der Schulgesetzgebung vorbereiten. Ab nächstem Schuljahr 01.08.2008 werden die Grenzen der Schuleinzugsbereiche aufgehoben. Das bedeutet es gibt für die Eltern keine gesetzlich zuständige Schule mehr. Eltern können ihre Kinder an der Schule einschulen lassen, wo sie es wünschen. Das bedeutet Wettbewerb und wir müssen für unsere wunderschön gelegene und sehr gut ausgestattete Grundschule in Felm werben. Unter Federführung unseres Schulausschussvorsitzenden, Herrn Friedrich Suhr, wurde bereits ein Werbeflyer entwickelt, welcher demnächst zur Verteilung kommt. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeindevertretung beschlossen, mit Wirkung vom 01.01.2008, die Betreuungszeiten für unsere Schüler bis 15:00 Uhr zu verlängern. 

Außerdem ist weiterhin geplant den Schülern während der Betreuungsstunden unterschiedliche Projekte anzubieten. Ein Projekt wird die „Schulstube“ sein, welches von Frau Strüfing ehrenamtlich betreut wird. 

Im „Felmer Boten“, welcher erfreulicherweise mit unserem Jahresterminkalender erschienen ist, hatte ich bereits um Unterstützung für das Schulstubenprojekt gebeten. 

Lange Zeit hat die Gemeindevertretung gebraucht, um zu beschließen, dass die „Alte Schule Felmerholz“ gründlich zu sanieren ist, damit diese, als Bürgerbegegnungstätte im Ortsteil Felmerholz, für die gesamte Gemeinde Felm erhalten bleibt. Erfreulich war hier auch der gezeigte Bürgersinn; erst infolge der im Januar gegründeten Interessengemeinschaft: „Erhalt der Alten Schule Felmerholz“ erfolgte die endgültige Zustimmung der Gemeindevertretung. 

Thema auf der letzten Einwohnerversammlung waren die unzulänglichen DSL-Anschlussmöglichkeiten in der Gemeinde. Nun wird sich die Gemeindevertretung mit dem Thema Breitbandverkabelung beschäftigen, um die von privaten und gewerblichen Internetnutzern gewünschten, zukunftsorientierten, DSL-Fähigkeiten mit Bandbreiten zwischen 6 und 10 MBit/s zu ermöglichen. 

Ein Dauerthema ist zurzeit Erhalt und Unterhaltung unserer Mehrzweckhalle, die Heizung und die sanitären Anlagen sind sanierungsbedürftig. 70.000,00 € hatte die Gemeinde dafür bereits im laufenden Haushaltsjahr bereitgestellt. In kürze erhalten, unter anderem auch als Wärmedämmende Maßnahme, die Einfahrten für die Feuerwehrfahrzeuge neue Rolltore. Ein weiteres ständiges Thema ist die Sanierung der denkmalgeschützten Gutsallee, einschließlich der unter Schutz stehenden Linden in Rathmannsdorf. Dazu muss zunächst die Frage der Finanzierung geklärt werden. Ohne Zuschüsse wird es für die Gemeinde schwer zu finanzieren sein.

Im nächsten Jahr sind am 25. Mai Kommunalwahlen. Ich stehe dafür aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Verfügung, da ich nach 30 Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitik, davon 10 Jahre als Bürgermeister, in Zukunft mehr Zeit für mich und meine Familie haben möchte. Trotzdem sehe ich, was das Wohl der Gemeinde betrifft, positiv in die Zukunft dafür werden die anstehenden demokratischen Entscheidungsprozesse sorgen. Beteiligen Sie sich bitte daran und gehen Sie am 25. Mai zu Wahl! Heute sollten wir aber inne halten und entsprechend der Weihnachtsbotschaft froh und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger! 

Das Wichtigste im Leben ist die Gesundheit und die Zufriedenheit! Lassen sie uns nun gemeinsam den Rest dieses gemütlichen und besinnlichen Adventsnachmittags miteinander verbringen. Allen anwesenden Gästen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihnen allen und ihren Angehörigen, wünsche ich ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, friedliches neues Jahr 2008! Herzlichen Dank!

(es gilt das gesprochene Wort)