|
|
Juni 2007 |
Aus der Eckernförder Zeitung vom 13.04.07
– Die Kommunikation im Dorf zu verbessern – das ist das Ziel des „Felmer Treffs“, den die Gemeinde, der Verein „Felmer bote“ und die Wirtsleute vom „Felmer Krog“ einrichten wollen. Die erste Zusammenkunft wird im Juni sein. Bis dahin soll es auch wieder eine Druckausgabe des „Felmer Boten“ geben.
Zum Ende des vergangenen Jahres erschien die letzte Ausgabe des kostenlosen Mitteilungsblattes, das 2001 aus einem Workshop der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse (LSE) hervorgegangen war. „Der Aufwand war einfach zu groß geworden. Das alles war ehrenamtlich nicht mehr zu machen“, berichtet Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender des „Felmer Boten“. Seitdem gibt es nur noch die Online-Ausgabe, die von Dieter und Jutta Stribny fortlaufend aktualisiert wird. „Seit das Heft nicht mehr erscheint, hat die Zahl der Anfragen zugenommen“, teilt Jutta Stribny mit. Lag die Zahl der Zugriffe bis Dezember bei 20 000 im Monat, so sind es aktuell mehr als 31 000. „Das ist enorm“, sagt Jutta Stribny erfreut. Neben aktuellen Beiträgen würden auch immer wieder die alten Ausgaben des „Felmer Boten“ angeguckt, hat sie festgestellt. Dazu würden sie zunehmend Briefe von Felmern, die es ins Ausland verschlagen hat, erreichen, berichtet Jutta Stribny, die sich über den Zuspruch zur Internetseite, die sie mit ihrem Mann nach Feierabend und am Wochenende pflegt, sehr freut.
Nichts desto trotz gebe es viele Bürger, die an der Druckausgabe des Mitteilungsblattes hingen, hat Thoben erfahren. Deshalb hat der Verein nach Wegen gesucht, wie es wieder aufleben kann. Vom Amt Oeversee, das den Treene Spiegel herausgibt, kam der Hinweis, es mit einer Agentur zu versuchen, die sich um Layout und Druck kümmert. Die Vereinsmitglieder bräuchten dann nur noch Texte und Bilder erstellen und an die Agentur schicken. „Damit hat die Druckausgabe wieder eine Perspektive im Dorf“, sagt Thoben, der hofft, im Sommer die ersten, auf diese Weise erstellten Exemplare unter die Felmer bringen zu können.Der Wegfall des Blattes hat nicht nur deutlich gemacht, wie wichtig es den Bürgern ist, sondern auch welch verbindende Funktion es hat. Dabei sei aufgefallen, dass Felm keinen schönen Treffpunkt mehr habe, so Thoben. Auf der Suche nach Lösungen stießen die Mitglieder schließlich auf den „Felmer Krog“. In Kooperation mit den Wirtsleuten Köpke soll dort ein „Felmer Treff“ angeboten werden. Erster Termin ist Montag, 11. Juni, um 20 Uhr. „Die Bürger können dort ihre Ideen einbringen und zum Ausdruck bringen, welche Bedürfnisse sie haben“, umreißt Thoben das Konzept. Themen, die die Menschen im Ort beschäftigten, könnten unabhängig von jeder Parteipolitik und Regularien aufgegriffen werden. „So können wir sehen, was man auf dem Lande bewerkstelligen kann“, meint Thoben.
www.felmer-bote.de