Felmer Bote Online

22.11.07


EINE KLEINE GEMEINDE IM INTERNET GANZ GROSS

aus der Eckernförder Zeitung vom 21.11.07

Der Internetauftritt des Vereins Felmer Bote trifft auf kontinuierlich steigendes Interesse. Eine schöne Bestätigung für das Team, das dahinter steckt.

Das Internet gehört zu ihrem täglichen Handwerkszeug am Arbeitsplatz, und auch nach Feierabend widmen sich Jutta und Dieter Stribny dem weltweiten Datennetz. Mit großem Erfolg organisieren sie den Auftritt des Vereins „Felmer Bote“. Im Oktober erreichte die Zahl der Zugriffe den bisherigen Höchststand von 49 019.

„Das macht uns mächtig stolz“, sagt Dieter Stribny. Die Seite www.felmer-bote.de treffe seit Monaten auf wachsendes Interesse. „Mit so einem rasanten Anstieg haben wir nicht gerechnet“, fügt seine Frau hinzu. Wenn man bedenke, dass das Weltwirtschaftsinstitut, wo beide arbeiten, bei 170 000 Klicks stehe, seien 50 000 für die 1000-Seelengemeinde Felm doch beachtlich, meint Dieter Stribny.

Er geht davon aus, dass die Besucher der Seite aus der näheren Umgebung kommen. Denn das größte Interesse werde alten Druckausgaben des Felmer Boten gewidmet, die dort aufgerufen und auch ausgedruckt werden können. Diese speziellen Inhalte, die das dörfliche Leben wiederspiegelten, dürften wohl kaum einen Auswärtigen ansprechen, so der Webmaster. Darüber hinaus sind Berichte und Fotos zu Veranstaltungen zu finden, die das dreiköpfige Redaktionsteam des Felmer Boten liefert – „eine wertvolle Mitarbeit“, sagt Jutta Stribny. Sie erfasst außerdem handschriftliche Notizen, Briefe oder Listen, die ihr für die Veröffentlichung auf der Homepage zugesandt werden, und stellt auch Zuschriften aus Österreich oder Australien, die sich auf die Seite beziehen, oder Aufrufe zum Beispiel für Klassentreffen ins Netz. Die Mischung aus Texten, Bildern und Navigationshilfen wird aufgelockert durch Gimmicks wie Tannenbäume oder Feuerwehrautos. „Spaß muss auch sein“, sagt Jutta Stribny.

Sie und ihr Mann zogen 1995 nach Felm und suchten nach einer Möglichkeit, sich im Dorfleben einzubringen. „Da wir beide den ganzen Tag berufstätig sind, war es schwierig, etwas Geeignetes zu finden“, erinnert sich Dieter Stribny. Zumal es etwas sein sollte, bei dem sie an keine festen Zeiten gebunden sein würden. Als der 2001 ins Leben gerufene Felmer Bote sich dann auf den Internetauftritt vorbereitete, war das richtige Ehrenamt gefunden. „Ich war Vertreter des Webmasters am Institut für Weltwirtschaft und hatte gewisse Erfahrungen, die mir zugute kamen“, sagt Dieter Stribny. Und seine Frau kannte sich als Programmiererin mit der Webtechnik bestens aus.

Inzwischen ist täglich die erste Stunde ihres Feierabends der Aktualisierung der Homepage des Felmer Boten gewidmet, die auch durch ihre Link-Sammlung beeindruckt. „Das bringt einfach Spaß“, sind sich die beiden einig. Geld gibt es dafür nicht. Stribny: „Der virtuelle Beifall, der Zuspruch, das ist Bestätigung für uns.“

Mittelfristig denken Jutta und Dieter Stribny noch über das Angebot eines Newsletters nach. Und in Kürze soll es ein Formular geben, über das Beiträge zur Seite oder Anfragen an die Redaktion gesandt werden können. Doch das kann noch etwas dauern, denn die Stribnys haben noch andere Hobbys: Dieter Stribny liebt Blues, Jazz und den HSV, Jutta Stribny hört gern Chansons und macht ihre Kosmetika selbst. Und beide teilen die Leidenschaft fürs Reisen.

www.felmer-bote.de

Susanne Meise