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März 2008 |
Klaus Lehmbecker 24244 Felm, Holliner Weg 15
29.3.08Herrn Bürgermeister Walter Selle
Felmerholz
Kieler Wegund Redaktion FELMER BOTE
Sehr geehrter Herr Selle!
Im Artikel des J.T. B. werden Sie zitiert mit der Bemerkung, dass Kritiker die Maßnahme für Geldverschwendung halten. Ich bin einer der Kritiker und bekenne mich ausdrücklich dazu aus den bereits per Leserbrief im FELMER BOTEN genannten Argumenten.
Seinerzeit war allerdings nicht ersichtlich, dass hinter der Maßnahme und dem vermutlich positiven entsprechenden Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertreter auch das Einzelinteresse des Herrn von Arnim und seinem „erfreulichen Anblick der Lindenallee“ steht. Weiterhin dessen Bemerkung zur Unterhaltung der Gutsanlage.
Aus welchen Gründen auch immer ist die sogenannte Gutsallee, die es im strengen Sinne überhaupt nicht gibt, weil sie nur ein befestigter Wirtschaftsweg ist, der irgendwann in sicher übersehbarem Zeitraum in Gemeindeeigentum übergegangen ist.
Damit hat sich die damals wirtschaftende Gutsverwaltung auch der Verkehrsicherungspflicht entledigt, wohl wissend um die damit verbundenen Kosten der Unterhaltung und ihrer Verantwortung! Seit einigen Jahrzehnten wird die Gutsanlage von der Nordsaat mit der Ackerfläche als Pachtbetrieb genutzt und auch die sogenannte Allee als Zufahrt zu einigen früheren Tagelöhnerkaten und einem Teil der Flächen. Nicht etwa Mähdrescher und Traktoren würden Schäden an 120 m Kopfsteinpflaster verursachen können, weil sie für Ackerbetrieb besonders schonende Reifen fahren, sondern seit einigen Jahren jeden Herbst einige 100 Tonnen Klärschlamm, der zur Düngung ausgebracht und immerhin in Partien von 40 Tonnen angefahren wird! Aber selbst diese Belastung ist keineswegs bemerkbar, im Gegensatz zur Piste in die Felder, die mit Schlaglöchern besät ist. Aber selbst das ist kein Argument für die Verschwendung von Steuergeldern, unter deren Vermehrung wir alle leiden müssen, nur zur Verschönerung eines Anblicks, der gewiss auch an den weiteren Rändern der Strecke angenehmer wäre, wenn für Ordnung und Sauberkeit seitens der Eigentümer und Pächter gesorgt würde. Von Denkmalschutz kann also keine Rede sein!
Äußerst merkwürdig erscheint die Berichterstattung sowohl aus dem Bauausschuss wie aus dem Amt für Denkmalpflege in Kiel mir gegenüber, als ich mich nach dem Sachstand und Hintergründen erkundigte und andere Auskünfte erhielt als in den KN wiedergegeben.
Dazu werde ich weiter nachforschen. Jedenfalls wiederhole ich hiermit meine Forderung nach Investitionen in zukunftssichernde Projekte in Schule, Sport, Bildung und soziale Hilfen, damit die Gemeinde noch attraktiv genug bleibt für heute und die Zukunft!
Mit verbindlicher Empfehlung!
(Klaus Lehmbecker)