Felmer Bote Online

April 2010


GRUNDVERSORGUNG MIT TELEFONDIENSTLEISTUNGEN 
IN DER GEMEINDE FELM

Hallo Felm und Umgebung!

Sehr geehrter Herr Bahr!

Dank für Ihren Brief vom 29.3.2010 zur GRUNDVERSORGUNG MIT TELEFONDIENSTLEISTUNGEN IN DER GEMEINDE FELM

Beispielhaft für die "unbeschreiblichen" Bedingungen spezifisch für Markus Kirk (23), verheiratet mit 2 Kindern von 2 und 4 Jahren, Student im 7. Semester für Mathe/Religion an der UNI Kiel, und seiner Ehefrau, Abiturientin und seither Hausfrau und Hüterin ihrer Kinder in nunmehr ländlicher Umgebung. Der Mietvertrag läuft seit 1.1.2010 in meinem Mietshaus in Holliner Weg 11, am Forsthaus Hollin, Gemeinde Felm, OT Felmerholz/Hollin. Entfernung 12 km zur UNI Kiel.

Die laut Mietvertrag zugesicherte Telefon- und DSL-Verbindung wurde nach Auszug des Vormieters ohne Ankündigung und Wissen meinerseits als Mietshauseigentümer wegen angeblich nicht verfügbarer Leitungskapazität ab Verteilerkasten FELMERHOLZ aufgehoben, weil belegt durch andere drei Mieter im gleichen Hause mit Verträgen für DSL (ca. 600 bits Leistung) bei TNG Kiel. Inwieweit eine der bestehenden 4 Leitungen im Mietshaus plötzlich nicht mehr leistungsfähig sein sollte, ist unbekannt geblieben.

Markus Kirk hat seit 12.1.2010 auf verschiedene Weise versucht, seinen auch für den Studiengang dringend benötigten Anschluss unter den verschiedenen Anbietern (TNG,O2,Telekom,Vodafone) auch nach tariflichen (also finanziellen!) Bedingungen zu kontrahieren und war letzten Endes zum Kontrakt mit  der Telekom über T-Punkt Grot & Seemann Kiel gekommen. Nach den vergeblichen Anträgen und der Absage seitens Technik der der Telekom schließlich Anfang März Kontrakt mit der Telekom für die einfachste und wenigstens ISDN - Verbindung (64 bits!) unter Auftragsnummer 109792664 - umgewandelt in Auftrags Nr. 70214628852, dazu Kunden Nr. 273 125 23 83 und die ihm zugeteilte Telefon Nr. soll sein 04346 6018107. Dazu wurde von Telekom über die T-Mobil Nr. 017662103993 etwa Mitte März avisiert, dass an einem bestimmten Tag danach Techniker den Anschluss einrichten würden. Das wurde am 21.3.2010 seitens eines sehr bemühten und in der Sache versierten Technikers einer von der Telekom kontrahierten Firma mit einem langen Anfahrtsweg (!) versucht . Allerdings ohne Resultat, denn Vorgänger müssen die Verbindungskästen auf dem Ende der Oberleitung an ca. 35 Pfählen ab Schaltschrank Felmerholz mit veränderten Verdrahtungen bearbeitet haben, abgesehen von den im Außenbereich auch auf meinen Leitungen (T-Schrank Felm und Abzweig Rögen mit 38 Pfählen bis Hausanschluss 04346 6804) häufig wiederkehrenden Störungen durch Witterung, Wind und vor allem Verschmutzung. Der Techniker wollte TIEFBAU zur Behebung der Unregelmäßigkeit beordern.

Das ist offensichtlich nicht geschehen, denn bei weiter ausbleibendem Bescheid von Personal und per Telefon bemühte ich mich am 6.4.2010 ab 21.00 (weil tagsüber nicht mit genügend Zeit versehen!) um weitere Daten und erfuhr, daß der TIEFBAU wohl beordert worden sei und am 7.4.2010 Bescheid zur Sache gegeben würde ( meine Tel. Nr. und Mob T Markus Kirk). Solcher Bescheid traf nicht ein und auch heute (8.4.10) ab 10.00 war nur zu erfahren, daß TIEFBAU in etwa 2 Wochen mit der Angelegenheit befasst sein würde. Danach wäre Nachfrage wieder angeraten! Das ist ein Zeichen dafür, dass die Telekom nur noch an der Börse für den Kapitalmarkt tätig ist, in der Substanz und Funktion insolvent.

Ich habe für Sie so genau und korrekt versucht, diese Angelegenheit zu beschreiben und stehe nicht an, das auch zu vertreten und zu unterschreiben als einen den gesetzlichen Vorgaben völlig entgegengesetzten Umgang der vorgeblich "Deutschen" Telekom mit ihrer Monopol-Stellung in der Grundversorgung. Wenn ich in diesem Zusammenhang Ihre als "AMT" betitelte Institution an die nach staatsrechtlichen Regelungen eingesetzte Behörde an Ihre Aufgaben erinnere, gehört dazu auch in Frage zu stellen, ob sie tatsächlich erfüllt werden. Ich zähle dazu auch Ihnen gegenüber die persönliche Funktion als "public servant" und muss genau so meinen Pflichten als Mietshauseigentümer nachkommen, wie es Ihrerseits - weil an Sie per Gesetz delegiert - nötig ist, für Beachtung der Gesetze zu sorgen, auch gegenüber einem Grundversorger. 

Ich füge hinzu, dass Ihnen bekannt ist, welche Glasfaserverkabelungen derzeit für staatlich kontrahierte Unternehmen (Dataport) und andere in nur 500 M. Entfernung von unserem Leitungsbereich vorgenommen werden, ohne dass wir die geringste Gelegenheit hätten, in gleichem Maße versorgt zu werden, wie es der Staat mit sich selbst veranstaltet. Der zur Regel erhobene Hinweis seitens aller Verwaltungen, sich im Internet zu informieren, ist für unseren Bereich zur Farce geworden, denn wir können weder PC-Verbindungen sichern noch aufladen und sind deswegen der Analphabetisierung zugeordnet. Sie kennen die Debatte um die nicht mehr vorhandenen Landärzte und sie ist nur die Spitze des Eisbergs in der ländlichen Besiedelung, die letzten Endes auch Ihre Behörde überflüssig machen wird mit der Verlegung an ein Glasfaserkabelnetz von VERSATEL und Gebühren von € 1000 pro Anschluss pro Monat, finanzierbar zu seiner Zeit aus Steuergeldern!?

Mit diesem satirisch gefassten Hinweis beende ich meine Nachricht, die einige Seiten länger sein könnte mit Hinweisen auf eine Vielzahl gleicher Fälle und der Zunahme von Verhältnissen, welche vormals als "Balkanisierung" bezeichnet wurden. Beschwerden bei der Telekom weiterzuleiten vermeidet dort das Personal, denn ein jeder möchte dort auch seinen Arbeitsplatz behalten!

Mit freundlichen Grüßen!

Klaus Lehmbecker